Jäger und Jagdhornbläser

Jäger und Jagdhornbläser

Wildspezialitäten der besonderen Art

Die Jagd – sie ist eine der edelsten Vergnügungen des ausgehenden Mittelalters. Ein Privileg, dem Adel vorbehalten, das weniger zu Versorgungszwecken als zur Unterhaltung und Verfeinerung jener Fähigkeiten gepflegt wird, die sich noch ganz dem Ideal des Ritterwesens verschrieben sehen. Schönheit, Geschick, Eleganz, Tapferkeit, das Messen an den Kräften der edelsten Geschöpfe der Natur und deren Eroberung vereinen sich in dieser Beschäftigung (noch) aufs schönste mit dem Streben nach ritterlichem Ruhm und Ehre. Ein Zeitvertreib, der ebenso wie Turniere, Tanz, Gesang, Musik, Dichtung und Spiel sein Prestige allein daraus bezieht, ganz um seiner selbst willen betrieben zu werden, zum Vertreiben einer Zeit, über die zu verfügen schon voraussetzt, dass sie nicht mit den niederen Belangen des Lebensunterhalts angefüllt ist. Neben der edlen Beizjagd mit Greifvögeln gehört die Hetzjagd auf Rotwild zu den vornehmsten adeligen Zerstreuungen.

Eine Entwicklung, die sich nicht erst in der Renaissance einstellt. Bereits im Verlauf des Hochmittelalters löst sich die Nutzung der Forste zunehmend von den tatsächlichen Besitzverhältnissen und von der Bewirtschaftung durch die Bauern. Andersherum bringt das den Jäger bzw. das Jagdpersonal hervor, dessen Funktion ab jetzt in der Pflege des Wildbestands, der Wahrung exklusiver Jagdrechte und nicht zuletzt der Durchführung der Jagden selbst liegt. Dass sich dieser Zeitvertreib auch auf der Mindelburg besonderer Beliebtheit erfreute, davon zeugen die unzähligen Jagdtrophäen, die die Inventarliste von 1591, angefertigt nach dem Tod des letzten männlichen Nachkommens, aufzählt. Neben Reh- und Hirschgeweihen konnten damals offensichtlich auch Fuchs, Wolf, Luchs, Otter, Dachs, Biber und Bär ihrer Haut bzw. ihres Fells nicht sicher sein.

Längst schon kein Geheimtipp mehr, bietet das vielbesuchte Lager im gleichnamigen „Jägerwinkel“ an der nördlichen Stadtmauer gleich zwei Schmankerl auf einmal – ein Musikalisches und ein Kulinarisches. Wer will, kann sich bei passender Geräuschkulisse von Jagdsignalen und -musik der „Jagdhornbläsergruppe Hubertusgruß Unterallgäu“ die beliebten Wildspezialitäten aus heimischen Gefilden wie Steaks, Rehgulasch und Rehbeißern schmecken lassen. Mit dabei sind die Jäger mit ihren historischen Kostümen und Waffen auch bei den sonntäglichen Festumzügen, bei denen sie auch durch Falkner aus der Umgebung unterstützt werden.

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