Fähnlein Schertlin

Fähnlein Schertlin

Im Zeichen des Affen mit Schlüssel und Lilie

Gegründet im Jahr 2002 unter dem Namen "Gladius et Proelium", was frei übersetzt so viel wie Schwert und Gefecht bedeutet, hat sich die 2008 in Fähnlein Schertlin umbenannte Gruppe der Nachstellung von Kampfszenen und spontanen Raufhändeln des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts verschrieben. Mit seinen rund 40 aktiven Mitgliedern, darunter Hauptmann, Fähnrich, Herold, Trommler, Doppelsöldner, einfache Landsknechte und Marketenderinnen, ist das Lager des Fähnleins beim Frundsbergfest im Stadtgraben zu finden. Als derbe Haudegen versetzen die Fechter mit ihren wilden Schwert-, Bihand- und Stockkämpfen das Publikum in eine Zeit, in der der Kampf Mann gegen Mann noch ebenso viel Geschicklichkeit wie Mut verlangte.

Charakterzüge, die offensichtlich auch auf den Namensgeber, Sebastian Schertlin von Burtenbach (1496-1577) zutreffen. Als bedeutender Landsknechtsführer kämpfte er an der Seite seines Lehrmeisters, Georg von Frundsbergs, bei der Eroberung seiner Heimatstadt Schorndorf 1519, in der Schlacht bei Pavia 1525 und beteiligte sich 1526 am Italienfeldzug, in dessen Folge es 1527 zur "Sacco di Roma" kam. Nach der erfolgreichen Niederschlagung der Türken vor Wien 1532 wird er von Kaiser Karl V. in den reichsunmittelbaren Adelsstand erhoben. Im Schmalkaldischen Krieg 1546/47 entschied er sich allerdings für die falsche Seite, musste fliehen, trat in französische Dienste und brachte damit die Reichsacht über sich. Doch bereits 1553 wurde er vom Kaiser begnadigt, erhielt sämtliche Titel, Güter und Funktionen, u.a. als Oberkommandant der Landsknechte im Deutschen Reich und Hauptmann Augsburgs, zurück und wurde 1559 unter Kaiser Ferdinand sogar kaiserlicher Rat.

Das Wappen zeigt auf Blau einen Affe in natürlichen Farben mit gespreizten Schenkeln, in der Rechten einen Schlüssel und in der Linken eine Lilie haltend. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein wachsender Mann im Kürass mit blauem Wams und goldenen Schellen auf den Ärmeln, einem blauen Hut mit weißen Dollen, in der Linken eine goldene Lilie, die Rechte am Knauf des waagrechten Schwertes in der blauen Scheide mit goldener Spitze.

Weitere Informationen auf der Homepage des Fähnleins Schertlin

www.faehnlein-schertlin.de

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